Mittwoch, 22. Juli 2009

Gegenwart

Es ist nun über zweieinhalb Monate her, das ich unterschrieben habe. Und ich habe es nicht bereut. Diese Entscheidung half mir über eine sehr schwierige Zeit hinweg, in der ich im Unklaren darüber war, wie meine Zukunft in New Eden überhaupt aussehen sollte.

Nachdem klar war, dass ich mit meinen beschränkten Fähigkeiten im Moment keinen Einfluss auf der politischen Bühne haben würde, begann ich damit meine Fertigkeiten im Kampf zu verbessern. Ein Skill folgte dem nächsten, und ehe man sich versah, stand ein Battleship in meinem Hangar.

Bis zu dem ersten richtigen Einsatz der SJ Stalwart (Apocalypse Klasse) wird jedoch noch einige Zeit vergehen, da ich im Moment nur einen Bruchteil der Fähigkeiten dieses Schiffes nutzen kann. Damit im Moment zu fliegen wäre vor allem Dumm. Auch wenn es mich brennt dieses Schiff zu testen.

Aber erst einmal eines nach dem anderen.

Nachdem ich mit meiner Corporation einige Wochen in meiner alten Heimat Amarr leben und arbeiten konnte wurde kurz darauf ein Umzug in den Gallente Raum angeordnet, den ich nur mit großem Missfallen durchgeführt habe.

Obwohl ich eigentlich nichts gegen Gallente im Detail habe, so fühle ich mich bei Ihrer Architektur und einfach unwohl. Es sieht alles wie ausgelutscht und weich gezeichnet aus. Ihre Schiffe zeichnen sich für meinen Geschmack durch eine stringente Unförmigkeit aus die sich mit die Haare aufstellen lässt. Die Elleganz und Andacht eines Imperialen Kreuzers erreichen Sie nicht einmal annähernd. Aber, und ich als Amarr sage das nicht leichtfertig, man gewöhnt sich an das Design, sofern man diese Schiffe als schmückendes Beiwerk betrachtet. Denn etwa der Anblick meiner SJ Caprica (Harbinger Klasse) wie sie sich zwischen all den vielen Schiffen der Gallente hindurchpflügt hinterlässt bei dem geübten Betrachter doch einen sehr eleganten und erhabenen Eindruck. ;-)

Während ich dort also nun mit meinen neuen Freunden und Kollegen daran arbeitete, das Standing unserer Corporation für die Federation Navy zu verbessern und mir gleichzeitig ein vernünftiges Starkkapital aufzubauen, lernte ein paar nützliche Dinge über den Kampf von Schiff zu Schiff.

Einige gute Kollegen halfen mir dabei wann immer es Ihnen möglich war, so dass ich sehr schnell in der Lage war, mich alleine auch in komplexeren Missionen zu Recht zu finden. In der ersten eigenen Level 3 Mission war ich stolz wie ein Vater als meine SJ Caprica aus dem Warp fiel um Tot und Verderben über die Ungläubigen zu bringen. Leider stellte sich innerhalb von Sekunden heraus, dass es die Ungläubigen waren, die Verderben über mich bringen sollten. Nur knapp entkam ich der Vernichtung meines Schiffes und stellte fest, dass meine Ausbildung in den Bereichen Mechanik und Gunnery bei weitem noch nicht so Weit fortgeschritten war wie ich selbst angenommen hatte. Aber immerhin gelang es mir nach ein paar Tagen zumindest alleine diese Missionen abzuschließen. Jedoch erschreckend langsam, aber mit jedem weiteren Tag der vergeht wird es immer schneller.

Weniger schön ist jedoch die Tatsache, dass sich der CEO unserer Corporation leider nicht mehr meldet. Er war jetzt schon über 40 Tage nicht mehr in unseren Büros, und langsam machen wir uns wirklich sorgen um ihn.

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