Es ist nun über zweieinhalb Monate her, das ich unterschrieben habe. Und ich habe es nicht bereut. Diese Entscheidung half mir über eine sehr schwierige Zeit hinweg, in der ich im Unklaren darüber war, wie meine Zukunft in New Eden überhaupt aussehen sollte.
Nachdem klar war, dass ich mit meinen beschränkten Fähigkeiten im Moment keinen Einfluss auf der politischen Bühne haben würde, begann ich damit meine Fertigkeiten im Kampf zu verbessern. Ein Skill folgte dem nächsten, und ehe man sich versah, stand ein Battleship in meinem Hangar.
Bis zu dem ersten richtigen Einsatz der SJ Stalwart (Apocalypse Klasse) wird jedoch noch einige Zeit vergehen, da ich im Moment nur einen Bruchteil der Fähigkeiten dieses Schiffes nutzen kann. Damit im Moment zu fliegen wäre vor allem Dumm. Auch wenn es mich brennt dieses Schiff zu testen.
Aber erst einmal eines nach dem anderen.
Nachdem ich mit meiner Corporation einige Wochen in meiner alten Heimat Amarr leben und arbeiten konnte wurde kurz darauf ein Umzug in den Gallente Raum angeordnet, den ich nur mit großem Missfallen durchgeführt habe.
Obwohl ich eigentlich nichts gegen Gallente im Detail habe, so fühle ich mich bei Ihrer Architektur und einfach unwohl. Es sieht alles wie ausgelutscht und weich gezeichnet aus. Ihre Schiffe zeichnen sich für meinen Geschmack durch eine stringente Unförmigkeit aus die sich mit die Haare aufstellen lässt. Die Elleganz und Andacht eines Imperialen Kreuzers erreichen Sie nicht einmal annähernd. Aber, und ich als Amarr sage das nicht leichtfertig, man gewöhnt sich an das Design, sofern man diese Schiffe als schmückendes Beiwerk betrachtet. Denn etwa der Anblick meiner SJ Caprica (Harbinger Klasse) wie sie sich zwischen all den vielen Schiffen der Gallente hindurchpflügt hinterlässt bei dem geübten Betrachter doch einen sehr eleganten und erhabenen Eindruck. ;-)
Während ich dort also nun mit meinen neuen Freunden und Kollegen daran arbeitete, das Standing unserer Corporation für die Federation Navy zu verbessern und mir gleichzeitig ein vernünftiges Starkkapital aufzubauen, lernte ein paar nützliche Dinge über den Kampf von Schiff zu Schiff.
Einige gute Kollegen halfen mir dabei wann immer es Ihnen möglich war, so dass ich sehr schnell in der Lage war, mich alleine auch in komplexeren Missionen zu Recht zu finden. In der ersten eigenen Level 3 Mission war ich stolz wie ein Vater als meine SJ Caprica aus dem Warp fiel um Tot und Verderben über die Ungläubigen zu bringen. Leider stellte sich innerhalb von Sekunden heraus, dass es die Ungläubigen waren, die Verderben über mich bringen sollten. Nur knapp entkam ich der Vernichtung meines Schiffes und stellte fest, dass meine Ausbildung in den Bereichen Mechanik und Gunnery bei weitem noch nicht so Weit fortgeschritten war wie ich selbst angenommen hatte. Aber immerhin gelang es mir nach ein paar Tagen zumindest alleine diese Missionen abzuschließen. Jedoch erschreckend langsam, aber mit jedem weiteren Tag der vergeht wird es immer schneller.
Weniger schön ist jedoch die Tatsache, dass sich der CEO unserer Corporation leider nicht mehr meldet. Er war jetzt schon über 40 Tage nicht mehr in unseren Büros, und langsam machen wir uns wirklich sorgen um ihn.
Mittwoch, 22. Juli 2009
Montag, 22. Juni 2009
Vergangenheit
Der Weltraum ist ein kalter und sehr einsamer Ort. Und obwohl die Bevölkerungsdichte so hoch wie noch nie zuvor in der Geschichte New Edens ist, habe ich bisher die traurige Erfahrung machen müssen am Ende größtenteils doch alleine zu sein.
Kurz nachdem ich meine Eltern verlassen musste war es am schlimmsten. Monatelang bin ich ziellos umhergestreut und habe versucht Sinn in mein Leben zu bringen. Einen Sinn an den ich nicht mehr glaubte, denn als Amarr glaubt man entweder an die Monarchie und an die Sklaverei, oder man gibt es zumindest vor um unauffällig bleiben zu können um sein Leben ohne Gefahr zu leben.
Oder man versucht in den eingefahrenen, traditionsbewussten Personen die sich Freunde und Familie nennen, etwas zu bewirken und verliert dabei alles was einem wichtig war. Ansehen, Haus und Land, Familie und Freunde.
Die reinfolge dieser Aufzählung sagt bereits mehr als tausend Worte und ich hatte das zweifelhafte Vergnügen eben dies an der eigenen Haut zu erleben. Und das nur, weil man für seine Überzeugung und sein Gewissen eintrat.
Was genau passierte ist schnell erzählt. Ich freundete mich mit einem Sklaven meines Vaters an und begann viele Gespräche mit ihm zu führen. In diesen Gesprächen erfuhr ich Dinge die mich stark an dem kaiserlichen Recht zweifeln ließen. Ungerechtigkeiten, Unterdrückung, Folter und andere Dinge. Für mich wurde er zu meiner wichtigsten Quelle für meinen geistigen Widerstand gegen diese Dinge, die mich zunehmend anekelten. Und als ich mich bereit dafür fühlte, begann ich meine Gedanken von Freiheit und neuen Wegen laut auszusprechen.
Vermutlich zu schnell und zu laut, denn sofort verlor ich den Zugang zu meinen Agenten. Mein Haus und mein Land wurden zum Schutz des Kaiserreichs enteignet und meine Familie wendete sich in Schande ab.
Das einzige was was mir blieb waren meine Implantate und meine Überzeugung. Mit einem winzigen Schiff und etwas Geld verließ ich meine Heimat im Pasha. Ohne Freunde und ohne Verbindungen hat man hier im Empire kaum eine Chance, und so versuchte ich mein Glück nördlich an der Grenze zum Galente Raum.
Es war eine lange Reise, und ohne ein klares Ziel vor Augen hatte ich es auch nicht besonders eilig. Daher flog ich wahrlos von System zu System bis ich in den Asteroidengürteln eines Systems einen anderen Piloten traf. Ich weis nicht mehr wieso, und ich weis auch nicht mehr wie genau, jedoch begannen wir ein Gespräch an dessen Ende er mir Anbot mich ich mich in seine Firma einzuschreiben.
Natürlich hatte ich Bedenken. Ich kannte schließlich niemanden, aber immerhin war es jemand der mit mir etwas zu tun haben wollte. Und ich hielt mich für schlau genug um zu erkennen, wenn ich ausgenutzt werden sollte. Also unterschrieb ich.
Kurz nachdem ich meine Eltern verlassen musste war es am schlimmsten. Monatelang bin ich ziellos umhergestreut und habe versucht Sinn in mein Leben zu bringen. Einen Sinn an den ich nicht mehr glaubte, denn als Amarr glaubt man entweder an die Monarchie und an die Sklaverei, oder man gibt es zumindest vor um unauffällig bleiben zu können um sein Leben ohne Gefahr zu leben.
Oder man versucht in den eingefahrenen, traditionsbewussten Personen die sich Freunde und Familie nennen, etwas zu bewirken und verliert dabei alles was einem wichtig war. Ansehen, Haus und Land, Familie und Freunde.
Die reinfolge dieser Aufzählung sagt bereits mehr als tausend Worte und ich hatte das zweifelhafte Vergnügen eben dies an der eigenen Haut zu erleben. Und das nur, weil man für seine Überzeugung und sein Gewissen eintrat.
Was genau passierte ist schnell erzählt. Ich freundete mich mit einem Sklaven meines Vaters an und begann viele Gespräche mit ihm zu führen. In diesen Gesprächen erfuhr ich Dinge die mich stark an dem kaiserlichen Recht zweifeln ließen. Ungerechtigkeiten, Unterdrückung, Folter und andere Dinge. Für mich wurde er zu meiner wichtigsten Quelle für meinen geistigen Widerstand gegen diese Dinge, die mich zunehmend anekelten. Und als ich mich bereit dafür fühlte, begann ich meine Gedanken von Freiheit und neuen Wegen laut auszusprechen.
Vermutlich zu schnell und zu laut, denn sofort verlor ich den Zugang zu meinen Agenten. Mein Haus und mein Land wurden zum Schutz des Kaiserreichs enteignet und meine Familie wendete sich in Schande ab.
Das einzige was was mir blieb waren meine Implantate und meine Überzeugung. Mit einem winzigen Schiff und etwas Geld verließ ich meine Heimat im Pasha. Ohne Freunde und ohne Verbindungen hat man hier im Empire kaum eine Chance, und so versuchte ich mein Glück nördlich an der Grenze zum Galente Raum.
Es war eine lange Reise, und ohne ein klares Ziel vor Augen hatte ich es auch nicht besonders eilig. Daher flog ich wahrlos von System zu System bis ich in den Asteroidengürteln eines Systems einen anderen Piloten traf. Ich weis nicht mehr wieso, und ich weis auch nicht mehr wie genau, jedoch begannen wir ein Gespräch an dessen Ende er mir Anbot mich ich mich in seine Firma einzuschreiben.
Natürlich hatte ich Bedenken. Ich kannte schließlich niemanden, aber immerhin war es jemand der mit mir etwas zu tun haben wollte. Und ich hielt mich für schlau genug um zu erkennen, wenn ich ausgenutzt werden sollte. Also unterschrieb ich.
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